Im Interview mit Always On zur Augmented Reality

jansass jansass GmbH

Always On 01-2011, Seite 15

Die H. Brügmann GmbH in Büchen stellt Muffen und Schrauben her, die sie unter der weltbekannten Marke Rampa vermarktet – und mit Hilfe einer AR-Anwendung verkauft. Die Werbeagentur Jansass GmbH entwickelte für sie kleine Montageanleitungen für bestimmte Produkte im Visitenkarten-Format. Die kann man nicht nur per Hand durchblättern, sondern auch vor eine Webcam halten. Wer das tut, stellt überrascht fest, das nun die Grenzen zwischen Bildschirm und Wirklichkeit verwischen: Die Anleitung erscheint auf dem Rechner – in einer dreidimensionalen Version als Computeranimation.

Schick ist die „Erweiterte Realität“ zugegebenermaßen – aber auch ganz schön viel Hightech, um Schrauben zu verkaufen, oder? Ja, sagt Agenturinhaber Jan Sass. „Der Markt der Leute, die mit so einer Form der Werbung etwas anfangen können, ist winzig.“ Aber es funktioniert, weil in diesem Fall die Zielgruppe „spitz definiert und technik-affin“ ist. „Es geht um Architekten und Bauplaner“, sagt Sass. „Rampa als einer der letzten europäischen Hersteller von Muffen und anderen Bauteilen stellte sich die Frage, wie man es schafft, dass die Planer genau diese Muffen in ihre Ausschreibungen integrieren.“